Test Cloud Storage im Vergleich: Backup in der Datenwolke
Cloud Services zwischen Datenschutz und Komfort

Cloud: Überschneidungen zwischen Geschäft und Privat
Für das Speichern von wichtigen Dokumenten, den Austausch von Dateien oder für ein Backup wichtiger Daten braucht ein Kleinunternehmer normalerweise nur wenig Platz in der Cloud. Deshalb nutzen vor allem Personenunternehmen oder Freiberufler gern Cloud Services für Privatanwender. Diese bieten meist nur wenige Gigabyte kostenlosen Speicherplatz, kosten aber auch kein Geld. Die Anbieter passen ihre Cloud Services dieser Tatsache an. So will Dropbox eine Team-Funktion einführen, mit der sich Zugriffsrechte für gemeinsam genutzte Dateien regeln lassen.
Marktführer und Alternativen
Findsoftware.de hat für diesen Vergleich die Angebote der Marktführer ausgewählt und um interessante Alternativen ergänzt. Diese Alternativen sind jedoch nicht immer kostenlos. Dafür punkten sie mit speziellen Stärken.
- Strato (HiDrive) und Telekom (TeamDisk) garantieren Datenspeicherung auf Servern in Deutschland und damit nach den Bestimmungen des deutschen Datenschutzes.
- Die Telekom verspricht für ihre TeamDisk außerdem eine revisionssichere Datenspeicherung. Wichtig für Unternehmen, die dort elektronischen Rechnungen auf PDF speichern wollen.
- Auch der Spezialist Mozy vermarktet seinen Service vor allem für die Sicherung wichtiger Daten. Die Daten werden verschlüsselt gespeichert – allerdings auf Cloud Servern in den USA.
Die Marktführer Dropbox, Google, Microsoft, Apple und Amazon bieten kostenlosen Cloud Storage. Wenn Microsoft 2016 den kostenlosen Speicher auf 5 Gigabyte (GB) zusammenstreicht, dann bietet Google mit 15 GB das größte kostenlose Speichervolumen im Vergleich. Zusätzlichen Speicherplatz bieten alle Anbieter gegen Aufpreis.
Nutzer können auf vielen Wegen auf ihre Daten zugreifen. Alle Anbieter im Vergleich bieten Smartphone-Apps an. Apple aus naheliegendem Grund natürlich nur für das hauseigene iPhone oder iPad. Clientprogramme zum Verwalten von Daten auf dem Cloud Server gibt es in der Regel für Geräte mit Microsoft Windows oder Apple Mac OS.
Ausnahmen:
- Dropbox und Telekom bieten als einzige Anbieter in der Übersicht Clientprogramme zusätzlich auch für Computer mit dem freien Betriebssystem Linux.
- Strato bietet keinen Client für den PC oder Mac an. Strato HiDrive lässt sich zwar plattformübergreifend mit den Protokollen FTP oder WebDAV verwalten. Anwenderfreundlich und zeitgemäß ist das nicht.
- Mozy bietet lediglich einen Client für Windows an.
Wer mehr Möglichkeiten als simplen Cloud Storage zum Austausch und zum Sichern von Daten braucht, muss die Angebote genau prüfen:
- Werkzeuge zum Bearbeiten von Office-Dateien bieten nur Microsoft, Google und Apple.
- Microsoft bietet Nutzern von Office365 sogar 1 TB kostenlosen Speicherplatz.
- Dropbox ist in vielen anderen Anwendungen integriert.
- Apple bietet zum einfachen Officepaket eine Fotomediathek, mit der sich Fotos verwalten und bearbeiten lassen – sogar im Profi-Format RAW.
Preise: Der Einstieg ist kostenlos
Der Einstieg ist bei den Marktführern kostenlos. Später lässt sich für kleines Geld Speicherplatz hinzubuchen. Ausnahmen:
- Strato HiDrive: Wer sich langfristig an den Anbieter bindet, bekommt den Speicherplatz 89 Cent im Monat.
- Mozy bietet den Einstieg für 4,99 Euro im Monat. Für sein Geld bekommt der Nutzer bei Mozy allerdings auch relativ viel Speicher und einen sehr sicheren Platz für Daten-Backups.
Bei Strato steht dem Preis vor allem der Serverstandort in Deutschland als Mehrwert gegenüber. Mozy gewährt umfangreiche Sicherheitsgarantien.
Fazit: Deutsche Anbieter punkten beim Datenschutz
Im Wettbewerb der Cloud-Anbieter punkten die deutschen Anbieter mit den Vorzügen des strengeren deutschen Datenschutzrechts. Die US-Internetriesen glänzen vor allem mit Anwenderorientierung. Die Cloud Services sind entweder gut ins Gesamtangebot der Konzerne integriert (Microsoft, Apple, Google) oder sie sind so weit verbreitet, dass sie ihren Weg in Programme anderer Anbieter gefunden haben (Dropbox). Selbst Googles E-Maildienst Gmail bietet eine Dropboxintegration an.
Autor(en):
Wolff von Rechenberg
Quelle:
Anbieterangaben
letzte Änderung K.M. am 25.10.2017
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Wolff von Rechenberg
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Bild:
(c) panthermedia.net / Yuen Man Cheung
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